Darmgesundheit

In den letzten Jahren stieg das Interesse am Mikrobiom des Menschen enorm. Wissenschaftliche Untersuchungen zur Besiedelung des Darms fanden und finden statt. Erkenntnisse über wichtige Zusammenhänge zwischen Gesundheit

und Darm wurden festgestellt.

Im Grunde genommen ist der Darm kein Ausscheidungsorgan – im Gegenteil:

 

Seine Funktionen:

  • Verdauung und Nährstoffresorption (95% im Dünndarm)

  • Regulation des Wasserhaushalts

  • Ausbildung zum größten Teil der Abwehrzellen des Immunsystems

  • Produktion von Hormonen und Botenstoffen

  • Weiterleiten von nervlichen Stimuli

 

Eine intakte Darmflora ist entscheidend, ob im Körper alles gut funktioniert. Wenn es zu einem Ungleichgewicht oder schlimmer noch – zu einer Fehlbesiedelung der Bakterien im Darm kommt, kann es zu kleinen Bruchstellen zwischen den Zellen kommen.

Normalerweise liegen die Zellen der Schleimhaut dicht an dicht. Weiters bilden diese Becherzellen einen schützenden Schleim aus. Im Falle einer gestörten Darmflora kommt es zu kleinen Lücken zwischen den Zellen: dem Leaky Gut. Durch dieses Loch gelangen Stoffe, wie Mikroorganismen, Gluten oder Toxine in die Blutbahn, die normalerweise im Darm bleiben. Der Körper reagiert mit Entzündungen, Lebensmittelintoleranzen, Allergien oder Fehlabsorption von Nährstoffen.

Welche Ursachen gibt es für ein Leaky Gut?

  • Stress

  • Antibiotika

  • Fehlernährung

  • PPIs (sog. Magenschutz)

  • Krankheiten (wie M. Crohn, chron. Darmentzündungen)

 

Was kann ich tun, um meinen Darm gesund zu erhalten?

  • Fasten

  • Ernährung

  • Essenspausen damit der Darm Zeit hat, sich zu reinigen und zu regenerieren

  • Substitution von Darmbakterien

 

Welche Faktoren beeinflusst eine gesunde Darmflora?

  • Immunsystem

  • Aufmerksamkeit

  • Psyche (Serotonin wird zu über 90% im Darm produziert)

  • Kognitive Zusammenhänge

  • Haut

 

Beispiele für wissenschaftlich bewiesene Zusammenhänge zwischen Krankheiten und Bakterien:

Schuppenflechte: zu viel Firmicutes zu wenig Actinobacter

Fettleibigkeit: zu wenig Bacteriodetes und zu viel Firmicutes

Angeborenes Asthma: Abwesenheit von Helicobacter pylori

Funkt. Darmerkrankungen: zu viel Enterobacter

Krebs: zu viele Fusobakterien